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Fahrgastverband lehnt Bahnstrecke entlang der A5 ab

Ausbau der Main-Weser-Bahn dient dem S-Bahn- und Regionalverkehr

Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus lehnt eine Bahnstrecke entlang der Autobahn A5 ab. Auf ihrer Jahreshauptversammlung in Bad Vilbel hatte sich das sogenannte „Aktionsbündnis Bahnane“ für eine Neubaustrecke entlang der Autobahn ausgesprochen und als Argument eine Verringerung von Güterzügen auf der Main-Weser-Bahn genannt.

Pro Bahn & Bus-Regionalleiter Jürgen Lerch widerspricht: „Die Ausbaugegner gehen von falschen Annahmen aus. Die Main-Weser-Bahn wird nicht wegen des Güterverkehrs, sondern wegen des Regionalverkehrs ausgebaut.“ Bislang stünden S-Bahnen und schnellen Regionalexpresszügen jeweils nur ein gemeinsames Gleis je Richtung zur Verfügung. Da die Züge aber unterschiedlich schnell seien, behinderten sie sich gegenseitig.

„Die Main-Weser-Strecke ist mit bis zu 12 Personenzügen pro Stunde auf einem Gleis an der Kapazitätsgrenze angelangt. Verspätungen sind an der Tagesordnung. Wir fordern deshalb, so bald wie möglich mit dem Ausbau zu beginnen“, so Lerch. Eine Strecke entlang der A5 bringe für die bestehenden Probleme keinerlei Verbesserung: „Keiner der heutigen S-Bahnen und Regionalzüge würde entlang der A5 fahren. Die
Fahrgäste wollen in Butzbach, Bad Nauheim, Friedberg und entlang der S-Bahnstationen in die Züge nach Frankfurt einsteigen“.

Mit dem viergleisigen Ausbau erhielten die Anwohner erstmals einen wirksamen Lärmschutz. Ebenso würden die Stationen grundlegend erneuert und mobilitätsgerecht umgebaut. Lerch abschließend: „Der Ausbau der Main-Weser-Bahn muss kommen. Ansonsten sind die jährlich steigenden Fahrgastzahlen bald nicht mehr zu bewältigen“.
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