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17.03.09

Hessische Fahrgäste beteiligen sich an der Verkehrspolitik - Pro Bahn & Bus besteht seit 25 Jahren


Vor 25 Jahren haben sich hessische Bahn- und Buskunden erstmals zu einer Interessenvertretung zusammengeschlossen. Gegründet wurde der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus als "Bürgerverband zur Förderung des Schienenverkehrs in Hessen". Pro Bahn & Bus gehört heute dem Deutschen Bahnkundenverband mit Sitz in Berlin an und hat etwa 300 Mitglieder.

In den 1980er Jahren hatte die Stilllegungswelle im Eisenbahnnetz einen Höhepunkt erreicht. Ganze Regionen wurden vom Schienenverkehr abgekoppelt und sogar im Umkreis großer Städte wie Kassel, Wiesbaden, Offenbach und Darmstadt wurden Strecken eingestellt. Auch das Busnetz war von der Demontage betroffen.

Ein geringer Teil der damals stillgelegten Strecken wurde wieder in Betrieb genommen und mit deutlich besseren Angeboten ausgestattet. Beispiele sind die Kasseler "Regiotram" im Lossetal oder die S-Bahn-Linie nach Dietzenbach. Auch auf anderen hessischen Strecken wurden Angebotsverbesserungen vorgenommen und neue Nutzergruppen erschlossen, etwa für Tagestouristen an der Lahn, in der Wetterau oder in der Rhön. Und nicht selten kamen die Ideen dazu von engagierten Fahrgästen. Inzwischen nutzen auch die großen Verkehrsverbünde und einige Verkehrsunternehmen das Wissen der täglichen Kunden und haben Fahrgastbeiräte gegründet.

Der Deutsche Bahnkundenverband und Pro Bahn & Bus setzen auf den Dialog zwischen Fahrgästen, Verkehrsunternehmen, den oftmals zu Unrecht gescholtenen Beschäftigten in Bahnen und Bussen sowie Verwaltung und Politik. Der Verband sucht die sachliche Auseinandersetzung und meidet den "Boulevardstil", den Kritiker der Deutschen Bahn vielfach pflegen. Dagegen transportiert Pro Bahn & Bus immer wieder gute Ideen aus den Musterregionen des erfolgreichen Nahverkehrs wie der Schweiz, dem Raum Karlsruhe oder dem Bundesland Rheinland-Pfalz in die hessische Verkehrspolitik.

Pro Bahn & Bus begleitet die Neu- und Ausbauplanungen im Bahndreieck zwischen Hanau, Fulda und Würzburg aus Fahrgastsicht und vermittelt zwischen den Belangen des Umweltschutzes und den Anforderungen von Politik und Deutscher Bahn. Beim Regionalverkehr engagiert sich der Verband für umfassende Angebote zu allen Tageszeiten, für günstige und verständliche Tarife sowie für durchdachte Fahrpläne mit garantierten Anschlüssen an modernen Umsteigestationen.

Vorsitzender von Pro Bahn & Bus ist seit 2008 Wolfgang Klapdor aus Gimbsheim bei Worms. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Verbandes lobt Klapdor die erfolgreiche Verwirklichung der "Regiotram" im Raum Kassel als Vorbild für weitere hessische Regionen, vor allem für die Landeshauptstadt Wiesbaden. Gleichzeitig erinnert er an den hohen Nachholbedarf bei der fahrgastgerechten Ausstattung hessischer Bahnhöfe. Insbesondere mobilitätseingeschränkte Fahrgäste finden vielfach unzumutbare Verhältnisse vor.

Verantwortlich / Ansprechpartner für Rückfragen:

Wolfgang Klapdor
Vorsitzender

Mobil-Tel. 0177 788 118 2
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