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23.03.07

Pro Bahn & Bus zum Ausbau der Vogelsbergbahn
-Investition mit hohem Nutzen-


Der hessische Bahnkundenverband Pro Bahn & Bus freut sich über die Stellungnahme von Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) - Geschäftsführer Volker Sparmann zur Vogelsbergbahn. Sparmann sagte kürzlich anlässlich eines Treffens der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr der Vogelsbergbahn-Anliegerkommunen, die Strecke genieße beim Verbund "höchste Priorität". Ferner nannte der Verbund-Geschäftsführer eine Summe von 100 Millionen Euro, die nötig sei, um die Strecke komplett zu erneuern.

Diese Kostenschätzung stammt aus dem Jahr 2002. Seitdem sind Teile der Gleisanlagen einer einfachen Erneuerung unterzogen worden und zwei der größten Brücken wurden neu gebaut. Diese Investitionen erfolgten unter Regie der Deutschen Bahn AG. Andere Baumaßnahmen schiebt die Bahn jedoch vor sich her. An Bahnhöfen werden nur allernötigste Reparaturen vorgenommen und Teile der Signaltechnik sind bereits seit Jahrzehnten veraltet.

Pro Bahn & Bus favorisiert generell die Übernahme von Strecken in die Regie der Gebietskörperschaften. Das ermöglicht schnelles Bauen und zielgerichtete Investitionen. Nach diesem Muster wurden große Teile des Streckennetzes rund um Karlsruhe in kürzester Zeit erneuert. Allerdings zeigt sich die Deutsche Bahn seit Jahren kaum noch bereit, Strecken abzugeben, weder durch Verkauf noch durch Verpachtung.

Der Bahnkundenverband empfiehlt daher, die Kostenrechnungen der Bahn genau zu überprüfen und im Fall eines Modernisierungsabkommens auf eine schnelle Umsetzung zu pochen. Außerdem muss es zu einer gerechten Lastenverteilung zwischen Bahn, Land und Kommunen kommen. Pro Bahn & Bus Vorstand Michael Laux: "Bahnhöfe wie Burg- und Niedergemünden sehen derzeit aus wie nach einem Luftangriff. Wenn die Bahn dort seit Jahrzehnten keinen Pfennig und keinen Cent investiert, ist es zuvorderst Aufgabe des Schienenunternehmens, hier für eine Erneuerung zu sorgen. Möchte eine Stadt oder Gemeinde heute freiwillige Investitionen in einen Bahnhof tätigen, wirkt die Deutsche Bahn AG leider eher bremsend als fördernd. Das zeigt die Erfahrung rund um den Bahnhof Lauterbach."

Pro Bahn & Bus wünscht sich eine deutliche Beschleunigung der Modernisierungsdiskussion. Zahlreiche Proteste der vergangenen Wochen im Zusammenhang mit schlechten Anschlüssen und Zugkürzungen zeigen das Interesse der Bevölkerung an ihrer Strecke. Viele Mängel wie die langen Zugkreuzungszeiten lassen sich nur durch die Modernisierung der Stecke beheben.

Durch den gleichzeitigen Einsatz von spurtstarken Fahrzeugen, die dann als Regionalbahnen alle Unterwegsstationen bedienen, erreicht man auch mehr Fahrgäste und somit einen besseren Kostendeckungsgrad. Außerdem sind neue Haltepunkte in einwohnerstarken Ortsteilen sowie im Giessener Universitätsviertel nötig.

Kontakt: Michael Laux Tel. 06406 835 206
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