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24.04.07

Pro Bahn & Bus zur Vertragsunterzeichnung
Vom Stadtbahnhof Eschwege profitiert die gesamte Region


Das Projekt "Stadtbahnhof Eschwege" mit der privat finanzierten Anschlussstrecke Eschwege West - Eschwege Stadt stellt einen bemerkenswerten Schritt nach vorne dar. Die Rolle der Nord-Süd-Bahnstrecke als Rückgrat des Nahverkehrs in der Region mit neuen Zügen der Cantus-Verkehrsgesellschaft wird durch den Stadtbahnhof gefestigt. Die Regionalverkehrslinie wird erstmals in ihrer Geschichte dahin geführt wo die Menschen wohnen, arbeiten und einkaufen. Schon die Wiedereröffnung von Haltepunkten an der Nord-Süd-Bahnstrecke hat den Regionalverkehr auf der Schiene belebt.

Die Entwicklung der Bahnstrecke Hessisch Lichtenau - Eschwege West ist für den Fahrgastverband Pro Bahn & Bus die logische Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. Die Lossetalbahn bis Hessisch Lichtenau ist bereits in einem hervorragenden Zustand. Für die Fortsetzung entlang der Orte Walburg und Waldkappel sollte zumindest eine langfristige Trassensicherung vereinbart werden. Ansonsten käme eine spätere Inbetriebnahme einem Neubau gleich, wobei erfahrungsgemäß erhebliche planungsrechtliche Hürden zu überwinden sind. Auch besteht die Gefahr, dass dann Teile der Trasse anderweitig bebaut sind. Für die Gesamtstrecke Kassel - Eschwege empfiehlt Pro Bahn & Bus langfristig ein Regionalexpress-System, welches die Regiotram ergänzt und Kaufungen umfährt. Zielpunkt könnte der Fernbahnhof Kassel - Wilhelmshöhe sein.

Ein Blick zurück:

Seit im Jahr 1876 die Nord-Süd-Bahnstrecke Bebra - Eichenberg und weiter nach Göttingen vollständig eröffnet wurde, lag Eschwege im Abseits. Daran konnte auch die letztlich wenig erfolgreiche "Kanonenbahn" nichts ändern, welche Eschwege den ersten "Stadtbahnhof" bescherte. Das Umsteigen in Niederhohne, später Eschwege-West, blieb stets beschwerlich.

Durchgehende Züge gab es zwar von Kassel über die Lossetalbahn nach Eschwege Stadt, die waren aber damals recht lange unterwegs. Der Durchgangsverkehr Richtung Osten war mit der deutschen Teilung ohnehin unterbrochen. Es blieb ein Lokalverkehr bis Heldra (1970 eingestellt) bzw. Wanfried (bis 1981). Fortan pendelten für weitere 4 Jahre Schienenbusse zwischen Eschwege West und Eschwege Stadt, bevor auch dieser Verkehr gemeinsam mit der Lossetalbahn nach Kassel zum Erliegen kam.

Seit Anfang 2006 erreicht die Lossetalbahn als Regiotram die Stadt Hessisch Lichtenau, seit Ende des gleichen Jahres verkehren neue Triebwagen der Cantus-Verkehrsgesellschaft im Takt zwischen Bad Hersfeld, Bebra, Eschwege West und Eichenberg bzw. Göttingen.

Kontakt: Hermann Hoffmann, Tel. 05 61 / 67 17 9
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